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Viele Menschen melden sich bei einer Dating-Seite an, weil die Werbung harmlos klingt:
„Kostenlos anmelden.“
„Jetzt 14 Tage testen.“
„Nur 1 Euro für die ersten Tage.“
Im ersten Moment wirkt das unkompliziert. Vielleicht möchtest du einfach einmal schauen, wer dort angemeldet ist. Vielleicht bist du neugierig, ob Online-Dating überhaupt etwas für dich ist.
Doch genau an diesem Punkt beginnen oft die Probleme.
Denn viele Dating-Seiten sind nicht wirklich kostenlos. Manche arbeiten mit unklaren Testangeboten, automatischen Verlängerungen oder langen Verträgen. Erst später merken viele Nutzer, dass sie plötzlich mehrere hundert Euro bezahlen sollen.
Die Verbraucherzentrale warnt seit Jahren vor genau diesen Kostenfallen. Wer die typischen Tricks kennt, kann sich viel Ärger sparen.
Hier stellt sich die Frage, ob man dies überhaupt als eine „Falle“ bezeichnen sollte, denn auch viele seriöse Dating-Plattformen bieten eine kostenlose Anmeldung an, um den Kunden zu ermöglichen, das Angebot zu testen oder die Plattform kennenzulernen. Um die Plattform voll nutzen zu können, ist aber eine kostenpflichtige Mitgliedschaft erforderlich.
Die kostenlose Anmeldung allein ist also noch nichts Unseriöses, sondern im Gegenteil sogar ein Zeichen für Transparenz und Seriösität.
Erst dann, wenn mit der kostenlosen Anmeldung ein verstecktes, kostenpflichtiges Abo abgeschlossen wird, das man gar nicht haben wollte, dann fängt es an, unseriös zu werden.
Hier der erste Tipp:
Musst Du schon gleich bei der kostenlosen Anmeldung, die Zahlungsdaten Deiner Kreditkarte hinterlegen, dann ist Vorsicht geboten.
Achte in diesem Fall auf das Kleingedruckte.
Fast alle Dating-Seiten, die seriösen und die unseriösen werben mit einer kostenlosen Anmeldung.
Hier ist es wichtig, die Spreu vom Weizen zu unterscheiden.
Kostenlos ist häufig nur:
Sobald du aber:
Viele Menschen fühlen sich davon überrascht. Sie haben gedacht, die Seite sei kostenlos – und merken erst später, dass ohne Abo fast nichts funktioniert.
Deshalb solltest du schon vor der Anmeldung prüfen:
Wenn du dazu auf der Seite keine klaren Informationen findest, ist das kein gutes Zeichen.
Besonders beliebt sind Angebote wie:
Das klingt zunächst günstig. Doch oft steckt dahinter eine automatische Verlängerung.
Nach Ablauf der kurzen Testphase wird daraus plötzlich:
Viele Nutzer merken das erst, wenn die Abbuchung schon erfolgt ist.
Die Verbraucherzentrale warnt ausdrücklich davor, solche Testangebote unüberlegt anzuklicken. Häufig verlängern sie sich automatisch, wenn man nicht rechtzeitig kündigt.
Gerade wenn du eine Dating-Seite nur ausprobieren möchtest, solltest du lieber:
Selbst wenn du die Plattform später weiter nutzen möchtest, kannst du die Kündigung oft problemlos wieder zurücknehmen.
Viele Dating-Seiten versuchen, Nutzer direkt zu einem langen Vertrag zu bewegen.
Zum Beispiel:
Der monatliche Preis wirkt dabei oft niedriger. Deshalb entscheiden sich viele spontan für das vermeintlich günstigere Angebot.
Ein Beispiel:
Das klingt gut. Aber wenn dir die Seite nach zwei Wochen nicht gefällt, musst du trotzdem den gesamten Betrag bezahlen.
Gerade am Anfang ist es oft besser, erst einmal eine kurze Laufzeit zu wählen. Ja, das kostet pro Monat etwas mehr. Aber du bleibst flexibel.
Wer sofort einen langen Vertrag abschließt, spart vielleicht auf dem Papier Geld – trägt aber das Risiko, später an eine Seite gebunden zu sein, die gar nicht passt.
Das passiert häufiger, als viele denken.
Man meldet sich an, probiert die Dating-Seite aus – und vergisst irgendwann, dass noch ein Vertrag läuft.
Monate später kommt plötzlich:
Denn viele Dating-Seiten verlängern die Mitgliedschaft automatisch.
Deshalb solltest du nach Abschluss eines Abos sofort:
Am besten kündigst du direkt nach Abschluss der Mitgliedschaft wieder. Das klingt zuerst merkwürdig – ist aber oft die sicherste Lösung.
Die meisten Anbieter lassen dich die restliche Laufzeit trotzdem normal nutzen.
Eine seriöse Seite lässt die Kündigung mit einem vertretbaren Aufwand zu. Entweder unter dem Reiter „Einstellungen“, „Profil“ „Verwaltung“ oder einem ähnlichen Punkt sollte sich die Kündigung mit ein paar Klicks oder einer einfachen Email erstellen und abschicken lassen.
Leider ist das nicht immer so.
Manche Dating-Seiten verlangen:
Manchmal ist der Kündigungsbutton schwer zu finden oder gar nicht vorhanden.
Seit einiger Zeit müssen viele Online-Anbieter einen klaren Kündigungsbutton anbieten. Trotzdem berichten Verbraucher immer wieder, dass die Kündigung unnötig kompliziert gemacht wird.
Deshalb solltest du schon vor Abschluss prüfen:
Wenn eine Dating-Seite schon bei der Kündigung unübersichtlich wirkt, solltest du vorsichtig sein.
Viele Menschen wissen: Bei Verträgen im Internet hat man normalerweise 14 Tage Widerrufsrecht.
Das gilt grundsätzlich auch bei Dating-Seiten.
Trotzdem gibt es oft Streit.
Denn manche Anbieter behaupten später:
Begründet wird das oft damit, dass du die Dating-Seite bereits genutzt hast.
Die Verbraucherzentrale berichtet, dass manche Anbieter selbst nach wenigen Tagen Nutzung hohe Beträge verlangen. Nutzer sollen dann für die bereits genutzte Zeit zahlen – manchmal überraschend viel.
Deshalb solltest du bei der Anmeldung genau lesen:
Gerade hier lohnt es sich, Screenshots zu machen oder E-Mails aufzubewahren.
Vielleicht liest du diesen Artikel, weil genau das schon passiert ist.
Dann gilt zuerst: Nicht in Panik geraten.
Viele Menschen zahlen sofort, weil sie Angst vor Mahnungen oder Inkasso haben. Aber nicht jede Forderung ist automatisch berechtigt.
Wenn du plötzlich eine hohe Rechnung bekommst:
Gerade wenn du unsicher bist, solltest du dich nicht unter Druck setzen lassen.
Eine seriöse Dating-Seite:
Wenn du das Gefühl hast, dass alles absichtlich kompliziert gemacht wird, ist Vorsicht besser als Vertrauen.
Online-Dating muss keine Kostenfalle sein.
Viele Menschen finden über Dating-Seiten tatsächlich einen passenden Partner. Aber gerade am Anfang lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen.
Vor allem solltest du nie einfach auf verlockende Angebote klicken, ohne vorher zu prüfen:
Wer sich diese Fragen vorher stellt, spart oft viel Geld – und noch mehr Ärger.
